Was kostet ein SB-Hofladen? Ehrliche Zahlen zu Kasse, Waage und Zutritt
8. August 2026 · 6 Min. Lesezeit · von Manuel Anger, Geschäftsführer Kassen24 & Betreiber des Digitalen Dorfladens Feichten
Die kurze Antwort: Ein SB-Hofladen kostet je nach Ausbaustufe rund 3.000 bis 12.000 € netto. Der Einstieg mit SB-Kasse und Kartenzahlung beginnt bei etwa 3.000 €, der klassische Hofladen mit Waage und Zutrittskontrolle liegt bei 7.000–7.500 €. Dazu kommen laufende Kosten von rund 49 € im Monat für Kassensoftware und TSE.
„Was kostet mich das Ganze?” ist die erste Frage in fast jedem Beratungsgespräch – und die, auf die man im Netz am schwersten eine ehrliche Antwort findet. Deshalb hier konkrete Zahlen aus unserer Praxis. Alle Preise sind Nettopreise und eine Orientierung (Stand: August 2026); was Ihr Laden genau braucht, hängt von Sortiment, Ladengröße und Gebäude ab.
Der Grundbaustein: die SB-Kasse
Das Herzstück jedes Selbstbedienungsladens ist die Kasse, an der Ihre Kundschaft selbst scannt und bezahlt. Unser bewährtes SB-Kassen-Bundle für Hofläden – Touchscreen-Kasse mit Kundenführung, Barcode-Scanner, Bondrucker und Kartenterminal, fertig konfiguriert – liegt bei rund 3.400 €. Einfachere Konfigurationen starten bei etwa 3.000 €.
Dazu kommen laufende Kosten für Kassensoftware, TSE (die gesetzlich vorgeschriebene technische Sicherheitseinrichtung) und Wartung von rund 49 € im Monat sowie die üblichen Gebühren pro Kartenzahlung. Dafür entfällt das Bargeldhandling komplett: kein Zählen, kein Wechselgeld, keine Fahrt zur Bank – und kein Bargeld im Laden, das jemanden auf dumme Gedanken bringt.
Für lose Ware: die eichfähige Waage
Verkaufen Sie Äpfel, Kartoffeln oder Nüsse nach Gewicht, verlangt das Mess- und Eichrecht eine geeichte Waage – auch im SB-Laden. Unsere bewährte SB-Waage mit Etikettendruck und Kassenanbindung liegt bei rund 2.500 €. Ob sich das lohnt oder ob Sie lose Ware besser vorverpackt mit Festgewicht anbieten, klären wir in der Beratung – oft ist die Mischung ideal.
Rund um die Uhr verkaufen: die Zutrittskontrolle
Damit Ihr Laden auch ohne Personal sicher ist, öffnet die Tür nur für Kundschaft, die sich ausweist – zum Beispiel mit der Girocard. Türterminal und Steuerung liegen bei rund 1.500 € (zzgl. Montage je nach Gebäudesituation). Optional kommt eine Videoüberwachung dazu, die erfahrungsgemäß den Schwund auf ein Minimum drückt.
Drei Beispielrechnungen
Der Einstieg – kleiner Eier- und Nudelverkauf, Ware vorverpackt, Laden tagsüber offen: SB-Kasse mit Kartenzahlung genügt. Ab ca. 3.000–3.500 € einmalig plus laufende Softwarekosten.
Der Klassiker – Hofladen mit losem Obst und Gemüse, Zutritt per Karte, täglich 5–23 Uhr: Kasse, SB-Waage und Zutrittskontrolle. Ca. 7.000–7.500 € einmalig.
Der Vollausbau – Dorfladen mit mehreren hundert Artikeln, zwei Kassen, Ladenwaage, Zutritt und Video: ab ca. 12.000 €. Zum Vergleich: Eine einzige Teilzeit-Verkaufskraft kostet Sie mehr – pro Jahr, jedes Jahr.
Was die Rechnung wirklich entscheidet
Die Hardware ist nur die halbe Wahrheit. Rechnen Sie auf der anderen Seite: Ein SB-Laden verkauft auch früh um 6, abends um 22 Uhr und sonntags – genau dann, wenn Berufstätige einkaufen wollen. Betreiber berichten uns regelmäßig, dass die Randzeiten-Umsätze die Investition schneller hereinholen als gedacht. Und im Gegensatz zu Personalkosten fällt die Investition nur einmal an.
Übrigens: Für Direktvermarkter gibt es je nach Bundesland und Zeitpunkt Förderprogramme für Digitalisierung und Diversifizierung. Fragen Sie uns – wir wissen, was aktuell läuft.
Ehrliche Antwort statt Katalogpreis
Diese Zahlen geben Ihnen die Richtung vor. Ihren persönlichen Richtwert bekommen Sie in einer Minute mit unserem Kostenrechner – drei Klicks, keine E-Mail-Adresse nötig. Was Ihr Laden am Ende genau kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch – konkret, mit klaren Positionen und ohne versteckte Posten. Fragen Sie unverbindlich an oder schauen Sie sich vorher an, wie so ein Laden in der Praxis läuft.